von Alexandra Borchert | 14. Februar 2025
Als Teil der Humanas-Philosophie engagieren sich die Wohnparks in ihren Gemeinden, unterstützen Vereine und Institutionen. Dazu gehören vor allem generationsübergreifende Projekte wie die Kooperation mit unserem Wohnpark in der Magdeburger Hans-Grade-Straße und der Evangelischen Grundschule in Magdeburg-Stadtfeld.
Ringe werfen, Bälle fischen oder auch Puzzeln unter freiem Himmel – dieser sonnige Herbstnachmittag bleibt für zwölf Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Grundschule Magdeburg und die Bewohnerschaft des Magdeburger Wohnparks in der Hans-Grade-Straße in besonderer Erinnerung. Bei der „Herbstolympiade“ hatte jedes Kind einen Senior oder eine Seniorin an seiner Seite – ein Team, das sich gegenseitig unterstützte und bei Geschicklichkeitsspielen, kleinen Wettkämpfen und kreativen Aufgaben gemeinsam über sich hinauswachsen konnte. Und dieser Besuch ist Teil einer langjährigen Verbindung.
Langjähriger Kontakt zwischen Grundschule und Wohnpark
Seit seiner Eröffnung im Dezember 2019 stehen der Magdeburger Wohnpark in der Hans-Grade-Straße und die Evangelische Grundschule in Kontakt. In der Schule wird eine an christlichen Wertvorstellungen orientierte Erziehungsarbeit geleistet. Dies bedeutet für die Kinder zum einen, dass sie mit ihren individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen am Unterrichtsgeschehen teilnehmen und den Unterricht bereichern können. Zum anderen hat die Unterstützung von Begabungen sowie eine musisch-künstlerische Förderung eine besondere Bedeutung. Vor allem während der Corona-Pandemie kam die künstlerische Ausrichtung zum Tragen und die Kooperation wurde gefestigt.
„Die sozialen Aktivitäten der älteren Menschen waren aufgrund der Schutzmaßnahmen stark eingeschränkt“, erinnert sich Anja Leiß, Schulleiterin der Grundschule. „Das alltägliche Leben wurde einsamer und weniger abwechslungsreich.“ Die Kinder haben darauf- hin aufmunternde Briefe oder kleine Gedichte geschrieben, Bilder gemalt und Dekorationen für den Wohnpark gebastelt. Damit schickten sie ein Stück Optimismus und Lebensfreude zu den Bewohnerinnen und Bewohner.

Die Bewohnerschaft des Wohnparks Hans-Grade-Straße und die Kinder der
Evangelischen Grundschule Magdeburg bildeten Teams bei der „Herbstolympiade“. Foto: Katharina Hannemann/Humanas
Diese Verbindung schenkte beiden Seiten Freude sowie Zuversicht und nach der Pandemie folgten immer wieder Besuche bei Festen sowie gegenseitige Unterstützung bei Projekten. „Kein Wunder, dass diese wunderbare Verbindung auch heute noch Bestand hat“, stellt Pflegefachkraft Nicole Thurau vom Wohnpark-Team der Hans-Grade-Straße fest. „Und schön zu sehen, wie die gemeinsamen Erlebnisse die Verbindung zwischen den Generationen stärkt.“
Generationen lernen voneinander
Diese Stärke wird einmal mehr bei der Herbstolympiade deutlich. „Wir haben uns gegenseitig angefeuert und richtig viel zusammen gelacht“, erzählt Viertklässlerin Johanna, die gemeinsam mit der 71-jährigen Karin Wolff in einem Team war. Wenn Jung und Alt zusammenkommen, sind beste Gewinnchancen vorprogrammiert: Durch ihre Erfahrungen und die Geduld steht die ältere Generation den jungen, aktiven Teilnehmenden mit wertvollen Tipps und Ermutigungen zur Seite.
Und auch für die Feier des 5. Wohnpark-Geburtstages in der Hans-Grade-Straße hatten die Kinder der Evangelischen Grundschule etwas vorbereitet – und das aus gutem Grund, wie Schulleiterin Anja Leiß sagt: „Diese Kooperation ist längst ein Herzensprojekt für uns geworden.“

Johanna (v.l.), Marla und Joshua von der Evangelischen Grundschule Magdeburg
sind gern bei den unterhaltsamen Tage im Wohnpark dabei. Foto: Katharina Hannemann/Humanas
von Bianca Oldekamp-Kurth | 8. Januar 2025
Im Magdeburger Humanas-Wohnpark in der Hans-Grade-Straße hat Bewohnerin Gertrude Antz kürzlich ihren 100. Geburtstag gefeiert. Und so gab es an Neujahr 2025 gleich doppelt Grund zum Anstoßen. Denn am 1. Januar 1925 ist Bewohnerin Gertrude Antz geboren worden und hat am 1. Januar 2025 somit ihren 100. Geburtstag gefeiert.
Anlässlich dieses besonderen Geburtstags hat auch Humanas-Geschäftsführer Fabian Biastoch die Jubilarin im Wohnpark in der Magdeburger Hans-Grade-Straße besucht. Im Gepäck hatte er für Gertrude Antz neben einem Blumenstrauß und Glückwünschen noch ein ganz besonderes Geschenk – eine Medaille aus Glas. „Das ist eine Tradition, die wir zum 100. Geburtstag eingeführt haben. Jede Jubilarin und jeder Jubilar mit diesem besonderen Ehrentag erhält von Humanas eine solche Glasmedaille. So auch Gertrude Antz“, erklärt Fabian Biastoch.
Zeitung lesen gehört für 100-Jährige zum Alltag
Ihren Geburtstag am Neujahrstag hat Gertrude Antz bei ihrem Sohn in Magdeburg im Kreise der Familie verbracht. Aber auch abseits solch besonderer Tage sieht Gertrude Antz ihren Sohn mittlerweile oft, besucht er sie doch regelmäßig. Ihr Einzimmerappartement im Wohnpark in der Hans-Grade-Straße bewohnt Gertrude Antz erst seit rund einem halben Jahr, hat sich seitdem aber gut eingelebt und fühlt sich wohl.
Gebürtig stammt die 100-Jährige nämlich aus Scheiden, einem Ortsteil der Gemeinde Losheim am See im Saarland. Und bis vor ihrem Umzug in den Magdeburger Humanas-Wohnpark in der Hans-Grade-Straße hat sie auch zuletzt in Losheim gelebt – allein in einem Haus. Um aber endlich näher bei ihrem Sohn und der Familie zu sein, kam es zum Umzug vom Saarland in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Doch auch im neuen Zuhause in Magdeburg lese Gertrude Antz ihre „Saarbrücker Zeitung“ weiterhin gern, berichtet Pflegdienstleiterin Anja Günther. Außerdem rätselt die 100-Jährige für ihr Leben gern und hilft oft beim Tisch decken.
Bescheidene Wünsche für 101. Lebensjahr
Verheiratet war Gertrude Antz über viele Jahre. „Mit einem Metzger“, erzählt die 100-Jährige. Und so ist es kein Wunder, dass sie über viele Jahre hinweg zusammen mit ihrem Mann in der Metzgerei der Familie gearbeitet hat.
Neben Gratulationen und Blümchen hat sich Gertrude Antz über viele süße Präsente gefreut. Und für ihr 101. Lebensjahr wünscht sie sich das, was sich wohl jeder wünscht: Gesundheit. „Und viel Ruhe“, fügt sie schmunzelnd an.
von Bianca Oldekamp-Kurth | 21. Dezember 2024
Am Abend des 20. Dezember 2024 stockte uns der Atem. Der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt hat unsere Herzen zerrissen. Die Opfer, die Angehörigen, die Bürgerinnen und Bürger Magdeburgs, ja eine ganze Region steht unter Schock.
Wir sind fassungslos über das Geschehene – ratlos über diesen Akt der Gewalt. Wir verurteilen jede Art der Gewalt. Jetzt ist es wichtig, die Behörden ihre Arbeit machen zu lassen. Eine Instrumentalisierung dieser Schreckenstat ist fehl am Platz. Wir sind zutiefst schockiert, dass bereits wenige Stunden danach diese Tat vereinnahmt wurde.
Bei den Mitarbeitenden und der Bewohnerschaft in unseren vier Magdeburger Wohnparks und an allen Standorten im ganzen Land überwiegen Trauer, Entsetzen, Sprachlosigkeit. Der Gesprächsbedarf nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt ist groß. Wir lassen nach dieser unfassbaren Tat niemanden allein.
Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris hat wenige Stunden nach der Schreckenstat gesagt, dass sie auf eine Heilung der Magdeburger Seelen hofft. Darauf hoffen wir auch und wollen dazu beitragen, wenn die Zeit reif dafür ist.
Im Moment sind unsere Gedanken und Gebete bei allen Menschen, die betroffen sind.
von Jennifer Lorbeer | 9. Februar 2023
Seit September 2022 haben wir in unseren Wohnparks insgesamt 29 neue Auszubildende. Einige davon haben Humanas schon vor dem Start ihrer Ausbildung kennengelernt, arbeiten nun mit ihren Eltern zusammen und berichten über diese besondere Erfahrung.

Anika Johnson (l.) und Tochter Elain lernen im Magdeburger Wohnpark Hans-Grade-Straße gemeinsam für die Ausbildung zur Pflegefachfrau. Foto: Humanas
An ihrem ersten gemeinsamen Tag in der Berufsschule stand der Name „Johnson“ auf der Anwesenheitsliste gleich zwei Mal. Anika und Elain Johnson lösten das Rätsel schnell auf: Hier teilen sich zukünftig Mama und Tochter die Schulbank, um Pflegefachfrau zu werden. Beide haben 2021 als Pflegehelferinnen in unserem Magdeburger Wohnpark in der Hans-Grade-Straße angefangen. Für die 19-jährige Elain und ihre Mutter stand aber schnell fest, dass sie hier den Weg zur Fachkraft antreten wollen. „Ein Praktikum bei Humanas hat mir so gut gefallen, dass ich einfach bleiben und mich hier weiterentwickeln wollte“, berichtet Elain, die älteste von sechs Geschwistern. Diese waren wiederum auch ein Grund für den Ausbildungsstart ihrer 38-jährigen Mutter: „Nach sechs Kindern habe ich gedacht: ‚Jetzt bin ich dran. Jetzt mache ich etwas für mich.’ und hab den Schritt gemacht, um zukünftig auch mehr Verantwortung übernehmen zu können.“

Marcel Klie unterstützt seine Tochter Vanessa bei ihrer Ausbildung zur Pflegefachfrau im gemeinsamen Wohnpark Tangermünde. Foto: Humanas
In ‚Papaschicht‘ alles gelernt
Mehr Verantwortung als zu Beginn ihrer Zeit bei Humanas übernimmt auch Vanessa Klie in unserem Wohnpark Tangermünde. Ihre dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau hat zwar erst begonnen, doch die 16-Jährige kannte sich schon vorher bestens aus und einen Kollegen besonders gut. „Ich hab Vanessa und ihren Bruder während der Kita- und Grundschulzeit oft zur ‚Papaschicht‘ mit zur Arbeit genommen, da haben sie hier alles kennengelernt“, erklärt Marcel Klie, der eigentlich gelernter Koch ist, aber 2013 aus der Gastronomie in unseren Wohnpark wechselte. „Da haben die Kinder schon mitgeholfen, Mahlzeiten verteilt oder sich mit den Bewohnerinnen und Bewohnern beschäftigt.“ „Außerdem hab ich hier verschiedene Praktika gemacht“, erzählt die Auszubildende. „Dass ich in die Pflege gehe, stand also schon lange fest.“

Im Magdeburger Wohnpark in der Hans-Grade-Straße nehmen sich „Johnson & Johnson“, also die Auszubildenden Elain und Anika Johnson, Zeit für die Bewohnerinnen und Bewohner. Foto: Humanas
Nicht ganz so klar war dieser Weg für Anika Johnson. „Ich wollte eigentlich nie in die Pflege“, erzählt die sechsfache Mutter und fügt lachend hinzu: „Und jetzt will ich nicht mehr weg.“ „Ich hab wiederum die Pflege hier erlebt und gedacht: Hier kannst du bleiben“, erklärt Tochter Elain, die eine Wohnung in der Nähe ihrer Familie hat. Mit 19 Jahren ist sie die Jüngste der Schulklasse. „Alle anderen sind eher in meinem Alter“, so Anika Johnson, die sich beim Lernen gern von ihren Kindern abfragen lässt. „Ich brauche da schon etwas länger als Elain, weil das letzte Lernen ja einige Jahre zurückliegt.“ Bisher hat die Mutter- Tochter-Kombi aber gleich gute Noten – ohne Abschreiben – und wird scherzhaft von den Lehrenden „Johnson & Johnson“ genannt. Ihr enges Verhältnis, wird auch im Alltag deutlich. „Meine Kinder sind zwar alle recht selbstständig – der Jüngste ist 6 Jahre alt – aber ab und an übernimmt Elain doch mal den Mama-Job“, berichtet Anika Johnson, deren Mann meist auf Montage ist. „Ob jetzt zu Hause, bei Hausaufgaben oder bei der Arbeit – wir unterstützen uns eigentlich immer.“ So sehen sich die beiden täglich und bleiben auch bei der Arbeit Mutter und Tochter.

Vanessa Klie sorgt sich im Wohnpark-Alltag in Tangermünde um die Bewohnerschaft. Foto: Humanas
Nachwuchs für Humanas-Familie
Vanessa Klie und ihr Vater Marcel haben im Wohnpark hingegen ein eher kollegiales Verhältnis. „Es war von vornherein klar, dass sie ihre Probleme selbst regelt und ich bekomme nur positive Rückmeldung vom Team“, erklärt der 40-Jährige und seine Tochter ergänzt: „Ich habe ja meine Ansprechpersonen, sodass ich gar nicht zu Papa gehen muss.“ Und so tauschen die beiden zu Hause ihre Erfahrungen aus und lernen voneinander. Dass auch sein Sohn in die Pflege geht, glaubt Marcel Klie jedoch nicht. Anders als bei „Johnson & Johnson“: „Meine Elfjährige hat angekündigt, dass sie das gleiche wie Elain und ich machen möchte“, berichtet Anika Johnson lachend und so lässt weiterer Nachwuchs in der Humanas-Familie nicht lange auf sich warten.
Übrigens: Aktuell suchen wir neue Auszubildende für die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann ab September 2023.
Mehr zum Thema „Ausbildung bei Humanas“ gibt es außerdem in der dazu passenden Podcast-Folge mit Elain und Anika Johnson zu hören.
von Jennifer Lorbeer | 9. Februar 2022
Die Kolleginnen und Kollegen im
Magdeburger Wohnpark in der Hans-Grade-Straße wurden einige Stunden lang mit der Kamera begleitet. Neben der täglichen Morgenrunde, Pflegeroutine und ambulanter Tour stand vor allem eins im Vordergrund: Der Alltag unserer Mitarbeitenden mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. So begleitete Kameramann Björn Schürmann unsere Pflegefachkräfte Antonia Lieske und Benjamin Bernick beim Gespräch mit unserer ältesten Bewohnerin Erika Augustin, das Rätseln der Bewohnerinnen im Tagespflegebereich, Pflegekraft Kathrin Arndt beim Kuchen backen mit einer Bewohnerin und die tägliche Frühstücksrunde der Mitarbeitenden.

Bei der alltäglichen Runde im Wohnpark wurden die Pflegefachkräfte Antonia Lieske und Benjamin Bernick beim Besuch von Erika Augustin von der Kamera begleitet. Foto: Humanas
Der Vorteil der Momentaufnahmen in unseren Wohnpark ist, dass nichts gestellt werden muss. Gemeinsames Backen, Zeit für Gespräche und Rätselrunden gehören nämlich nicht nur zum Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner, sondern machen auch den Arbeitsalltag unserer Mitarbeitenden aus. Und das soll auch Ziel des entstehenden Films sein: Das Miteinander und den Ansatz unseres Konzeptes mit mehr Zeit für gute Pflege zu zeigen.