von Jennifer Lorbeer | 2. September 2026
Mit 25 neuen Auszubildenden startet Humanas in das Ausbildungsjahr 2026/27. Buddy-Patenschaften, Azubi-Camp und individuelle Einarbeitung schaffen optimale Bedingungen für den Berufseinstieg.
Ausbildungsstart mit individueller Begleitung
Bei Humanas sind in diesem Ausbildungsjahr insgesamt 25 neue Auszubildende gestartet. Ab August bzw. September beginnen sechs Personen die Ausbildung zur Pflegefachkraft und 19 Menschen die einjährige Ausbildung in der Pflegehilfe. In nahezu allen Humanas-Wohnparks starten ein bis drei neue Nachwuchskräfte. Acht der neuen Auszubildenden waren zuvor bereits als Kolleginnen und Kollegen bei Humanas tätig. Zudem verstärken zwei angehende Pflegefachkräfte aus Indonesien sowie drei Pflegehilfeschülerinnen und -schüler aus Syrien und Indien die Teams.
„Eine gute Ausbildung bedeutet für uns weit mehr als die Vermittlung von Fachwissen”, erklärt Fabian Biastoch, Geschäftsführer von Humanas. „Wir möchten die Menschen von Anfang an begleiten, fördern und sie zu einem Teil unserer Gemeinschaft machen.” Mit Patenschaften, strukturierter Einarbeitung und gemeinsamen Veranstaltungen sollen dafür beste Voraussetzungen geschaffen werden.

Im Wohnpark beteiligt sich die Auszubildende Liah Apel (l.) am Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner im Magdeburger Wohnpark Hans-Grade-Straße. Foto: Humanas
Die 17-jährige Liah Apel fühlt sich schon zu Beginn ihrer Ausbildung im Magdeburger Wohnpark in der Hans-Grade-Straße wie angekommen. „Ich habe hier das Team und die Bewohnerinnen und Bewohner in meinem dreimonatigen Praktikum vorher kennengelernt”, erinnert sich die junge Magdeburgerin, die mit der einjährigen Ausbildung zur Pflegehelferin im September startet. Nach weiteren Praktika bei verschiedenen Unternehmen entschied sie sich bewusst für Humanas. Besonders die Arbeitsatmosphäre und die Menschen vor Ort hätten sie überzeugt.
Azubi-Camp und Kickoff fördern Gemeinschaft
Traditionell wurden Liah Apel und die anderen neuen Auszubildenden bereits Anfang August bei einer gemeinsamen Kickoff-Veranstaltung begrüßt. Dazu gehörte auch das mittlerweile etablierte Bootfahren in Magdeburg, in diesem Jahr Tretbootfahren im Rotehornpark. Später folgte ein dreitägiges Azubi-Camp mit Schulungen zu Themen wie Motivationstechniken, Lernstrategien, Hygienegrundlagen und wichtigen praktischen Inhalten für den Pflegealltag. Ein Azubi-Speed-Dating sorgte zudem dafür, dass sich die neuen Nachwuchskräfte untereinander kennenlernen und erste Kontakte knüpfen konnten.
„Unsere Auszubildenden sollen sich von Beginn an willkommen fühlen und wissen, dass sie jederzeit Unterstützung erhalten“, erklärt Jenifer Diedrich, Referentin für Aus- und Weiterbildung bei Humanas. „Durch unsere praxisnahen Schulungen, die enge Begleitung in den Wohnparks und den Austausch untereinander schaffen wir eine solide Grundlage für einen erfolgreichen Ausbildungsstart.”
Buddy-Patenschaften stärken den Ausbildungsalltag
Bewährt hat sich zum Ausbildungsstart auch die Humanas-interne Buddy-Patenschaften: Dabei erhält jede Auszubildende und jeder Auszubildende eine feste Ansprechperson aus dem jeweiligen Wohnpark-Team. Die Patinnen und Paten begleiten die Nachwuchskräfte im Arbeitsalltag, unterstützen bei Fragen und erleichtern die Orientierung in den ersten Monaten. Sichtbar wird die Patenschaft durch einen Button sowie eine Urkunde.
Wie wertvoll dieses Konzept sein kann, zeigt sich beispielsweise im Magdeburger Wohnpark Ulnerstraße. „Ich habe durchweg positive Erfahrung mit meinem Buddy gesammelt und freue mich umso mehr, diese Erfahrungen nun weitergeben zu dürfen”, berichtet Melanie Nachreiner, die ihre Ausbildung zur Pflegehelferin kürzlich abgeschlossen hat.

Kiara-Lynn Flörcke (l.) und ihre Buddy-Patin Melanie Nachreiner bei der Übergabe der Patenschaft im Wohnpark Ulnerstraße in Magdeburg. Foto: Humanas
Sie begleitet nun als Patin die 17-jährige Kiara-Lynn Flörcke, welche sich über die Patenschaft freut: „Wir mögen uns gern und ich erhoffe mir von der Zeit vor allem Zusammenhalt, Vertrauen und Unterstützung.” Und dies werde die Auszubildende bekommen, sichert ihr Melanie Nachreiner zu, denn die 42-jährige Magdeburgerin weiß aus eigener Erfahrung, wie hilfreich eine solche Begleitung beispielsweise bei schulischen Herausforderungen sein kann.
Strukturierte Einarbeitung in den Wohnparks
Neben der Buddy-Patenschaften setzt Humanas auf eine individuell abgestimmte Einarbeitung. Die zentrale Praxisanleitung hat einen Standard entwickelt, der neue Auszubildende systematisch an die Ausbildungsinhalte heranführt. Dazu gehört auch eine spezielle Azubi-Tour, welche im Dienstplan der jeweiligen Wohnparks vermerkt ist. Dabei lernen die Nachwuchskräfte die unterschiedlichen Versorgungsbereiche der ambulanten Pflege und Tagespflege, Bewohnerinnen und Bewohner sowie die vielfältigen Aufgaben im Pflegealltag individuell nach und nach kennen.
Insgesamt absolvieren damit derzeit 42 Auszubildende ihre Ausbildung bei Humanas. Darunter befinden sich auch internationale Nachwuchskräfte beispielsweise aus Marokko und Indonesien, die die Teams mit ihren Erfahrungen und Perspektiven bereichern.
von Jennifer Lorbeer | 1. September 2026
Selbst gebackener Kuchen, frischer Kaffee und gute Gespräche: Die von Bewohnerinnen und Bewohnern initiierte Kaffeerunde im Wohnpark Hans-Grade-Straße fördert Gemeinschaft und Selbstständigkeit.
Im Magdeburger Wohnpark Hans-Grade-Straße wird Gemeinschaft aktiv gelebt. Seit neuestem treffen sich Bewohnerinnen und Bewohner aus der Wabe und den Reihenhäusern wöchentlich zu einer gemeinsamen Kaffeerunde. Die Idee dafür stammt aus der Bewohnerschaft selbst. Mit dem Wunsch, bestehende Kontakte zu pflegen und neue Bekanntschaften zu knüpfen, haben sie das Kaffeekränzchen eigenständig organisiert.

Bei Kaffee und Kuchen werden im Wohnpark Hans-Grade-Straße Kontakte gepflegt und neue Bekanntschaften geschlossen. Foto: Humanas
Für die Treffen wird fleißig gebacken. Die Bewohnerinnen und Bewohner bereiten den Kuchen selbst zu und bringen diese zur Kaffeerunde mit. Da Backen im Wohnpark ohnehin ein beliebtes Hobby ist, entsteht jedes Mal eine vielfältige Auswahl an süßen Leckereien. Kaffee und die Räumlichkeiten in der Tagespflege stellt der Wohnpark zur Verfügung.
Die Kaffeerunde zeigt, was das Konzept von Humanas ausmacht: Menschen gestalten ihren Alltag nach ihren eigenen Wünschen und Möglichkeiten. Eigeninitiative, Mitbestimmung und gelebte Nachbarschaft tragen dazu bei, Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten. Gleichzeitig entstehen Begegnungen, die den Alltag bereichern und das Gemeinschaftsgefühl stärken.
Bei Kaffee, Kuchen und guten Gesprächen wird gelacht, erzählt und gemeinsam Zeit verbracht. So kann sich die Kaffeerunde zu einem festen Bestandteil des Wohnparklebens geworden und ein schönes Beispiel dafür, wie Bewohnerinnen und Bewohner ihren Wohnpark-Alltag aktiv mitgestalten.

Für das Kaffeekränzchen wird von den Teilnehmenden selbst gebacken. Foto: Humanas
von Jennifer Lorbeer | 8. Januar 2026
Mit dem Jahreswechsel hat für Gertrude Antz aus dem Humanas-Wohnpark in der Hans-Grade-Straße auch gleichzeitig ein neues besonderes Lebensjahr begonnen. Die Bewohnerin feierte am 1. Januar 2026 ihren 101. Geburtstag und neben dem Wohnpark-Team gratulierte auch die Humanas-Geschäftsführung.
Der Wohnbereich von Gertrude Antz wurde am 1. Januar 2026 festlich geschmückt. Mit liebevoller Dekoration und kleinen Überraschungen haben das Humanas-Team der Magdeburger Hans-Grade-Straße sowie die Bewohnerinnen und Bewohner der nunmehr 101-Jährigen herzlich zum Geburtstag gratuliert.
Gertrude Antz wurde am 1. Januar 1925 in Scheiden, einem Ortsteil der Gemeinde Losheim am See im Saarland, geboren. Nach einigen Schulbesuchen, unter anderem in der Schweiz, arbeitete die 101-Jährige im Hotelgewerbe und lernte dann ihren späteren Mann, der als Metzger tätig war, kennen. So kam es, dass sie später selbst in der Familien-Metzgerei mitgearbeitet hat.
Heimatzeitung aus dem Saarland
Bis zu ihrem Umzug 2024 in den Magdeburger Wohnpark hat Gertrude Antz dann in Losheim gelebt. Ein Grund, warum die Jubilarin auch heute noch die „Saarbrücker Zeitung” liest. Außerdem rätselt und bastelt die 101-Jährige gern und hilft oft beim Tisch decken, wie Pflegedienstleiterin Anja Günther verrät.
Mit Umzug vom Saarland in das Einzimmerappartement bei Humanas in Magdeburg wohnt Gertrude Antz nun endlich wieder in der Nähe ihrer Familie und hat regelmäßig Kontakt zu ihrem Sohn, der die 101-Jährige oft besucht – und mit dem sie auch ihren Geburtstag feierte. Für ihren Ehrentag selbst hat die 101-Jährige keine Wünsche. Für die Zukunft wünscht sie sie sich jedoch: „Mehr Ruhe in der Welt. Das gefällt mir alles nicht, was da gerade passiert.”
Auch die Humanas-Geschäftsleitung kam zur Gratulation anlässlich des 101. Geburtstages persönlich in den Wohnpark: Holger Stahlknecht überbrachte gemeinsam mit Pflegedienstleiterin Anja Günther Glückwünsche sowie einen Blumenstrauß im Namen von Humanas. „Wir freuen uns sehr, dass Frau Antz ein Teil unserer Humanas-Familie ist und so viel Zeit, vor allem den Geburtstag, mit ihrer Familie verbringen kann”, sagt Anja Günther.
von Bianca Oldekamp-Kurth | 28. Juli 2025
Am 1. August ist es offiziell soweit: Das Pflegeunternehmen Humanas startet in ein neues Ausbildungsjahr. 22 Frauen und Männer beginnen in diesem Jahr ihre Ausbildung bei Humanas – darunter auch zwei junge Frauen aus Indonesien und so manch Azubi, die beziehungsweise der bereits in einem der 23 Wohnparks tätig ist.
Raisa Hakim ist 32 Jahre alt und lebte zuletzt in der indonesischen Hauptstadt Jakata. Geboren in der Hafenstadt Padang auf Sumatra hat sie ihr Architekturstudium in die Millionen-Metropole verschlagen. Schon bald startet für Raisa aber die Ausbildung zur Pflegefachkraft im Humanas-Wohnpark Hans-Grade-Straße in Magdeburg. Auch die 25-jährige Ni Wayan Jessica Pratiwi stammt aus Indonesien, genauer gesagt von der Insel Bali, hat dort Veterinärmedizin studiert. Für ihre dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft im Magdeburg Humanas-Wohnpark in der Ulnerstraße kehren sie und Raisa Hakim ihrer Heimat Indonesien den Rücken. Denn beide eint der Wunsch mit älteren Menschen sinnstiftend zu arbeiten. Und diesen können sich die beiden Frauen jetzt durch die Ausbildung und als Teil der Zukunft des Pflegewesens in Deutschland bei Humanas erfüllen.
Dass das Pflegewesen in Deutschland auf viel Nachwuchs angewiesen ist, zeigen unterschiedliche Erhebungen immer wieder. Und so wundert es nicht, dass im August 2025 stolze 52 Auszubildende bei Humanas tätig sind. Das sind immerhin knapp zehn Prozent der Gesamtmitarbeitendenzahl in den 23 Wohnparks.
Auszubildende im Wohnpark Brehna stammen aus Marokko
„Die beiden jungen Frauen aus Indonesien freuen sich auf jeden Fall auf ihre Ausbildung bei Humanas“, weiß Jenifer Diedrich, die als Weiterbildungsreferentin bei Humanas auch für die Auszubildenden des Pflegeunternehmens zuständig ist.
Mit Auszubildenden aus dem nicht-europäischen Ausland sammelt das Pflegeunternehmen mit Verwaltungssitz in Colbitz (Landkreis Börde) indes bereits Erfahrungen. Im vergangenen Ausbildungsjahr haben Houda Chabli und Youssef El Iysaouy aus Marokko ihre dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft im Humanas-Wohnpark Brehna (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) begonnen. „In Marokko gibt es gar keine professionelle Altenpflege und somit auch keine Ausbildung in diesem Bereich. Deshalb sind wir nach Deutschland gekommen“, sind sich die 28-jährige und ihr 25-jährige Kollege einig. Wie auch die beiden Frauen aus Indonesien mussten Houda Chabli und Youssef El Iysaouy gewisse Deutschkenntnisse als Voraussetzung für einen Ausbildungsplatz bei Humanas nachweisen. Sprachliche gebe es für die beiden Marokkaner aber dennoch manche Hürde. Doch davon lassen sich Houda Chabli und Youssef El Iysaouy nicht entmutigen und drücken nicht nur den beiden Auszubildenden aus Indonesien die Daumen für einen schönen Ausbildungsstart, sondern auch den 19 anderen neuen Azubis.

Im Humanas-Wohnpark Brehna (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) absolvieren Houda Chabli (r.) und Youssef El Iysaouy (l.) aus Marokko ihre dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft. Mit Bewohnerin Erika Daubner haben die beiden stets viel Spaß – insbesondere bei alltäglichen Dingen wie dem Zeitungslesen. Den neuen Humanas-Azubis drücken die beiden für deren Ausbildungsstart die Daumen. Foto: Bianca Oldekamp/Humanas
So starten die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft sechs weitere Personen, darunter mit den beiden Indonesierinnen fünf Erstauszubildende und drei Azubis, die bereits vor Start ihrer Ausbildung bei Humanas tätig waren. Eine von ihnen ist Britt Schubert-Hauptmann. Die 49-Jährige arbeitet seit einiger Zeit als Pflege- und Betreuungskraft im Wohnparks Heyrothsberge. „Die Ausbildung zur Pflegefachkraft wollte ich eigentlich schon immer machen und habe mit Humanas endlich einen Arbeitgeber gefunden, der mich in meinem Wunsch fördert“, erklärt Britt Schubert-Hauptmann.
Humanas-Mitarbeitende starten Ausbildung
In die einjährige Pflegehilfeausbildung, die Humanas mit Bildungs- oder Ausbildungspartnern für den theoretischen Unterricht anbietet, starten indes 14 Azubis – zehn von ihnen sind bereits bei Humanas tätig. „Bisher waren sie zumeist als ungelernte Pflege- und Betreuungskräfte beziehungsweise mit der 40 Stunden umfassenden Weiterbildung für den Behandlungspflegeschein in verschiedenen Humanas-Wohnparks tätig,“, erklärt Jenifer Diedrich und ergänzt: „Jetzt wollen sie ihre Kenntnisse erweitern, Vitalwerte einordnen und Bewohnende korrekt mobilisieren können und letztlich einen staatlich anerkannten Abschluss im Pflegebereich in der Tasche haben.“
Übrigens: Der älteste Azubi, der jetzt seine Ausbildung bei Humanas startet, ist mit 57 Jahren Torsten Müller. Im Wohnpark Ballenstedt wird er als Auszubildender der Pflegehilfe innerhalb eines Jahres 850 Praxisstunden bei Humanas und 700 Theoriestunden bei einem Ausbildungs-Partner absolvieren.
Ausbildung bei Humanas startet mit Kick-Off
Für die neuen Auszubildenden steht am 4. August zunächst der sogenannte Azubi-Kick-Off als Kennenlerntag an. Kurze Zeit später folgt dann ein zweitägiges Azubi-Crew-Camp unter dem Motto „Deine Zukunft beginnt hier“. „Liebevoll nennen wir dieses Camp auch Bootcamp“, verrät Jenifer Diedrich und erklärt, dass bei diesem „Bootcamp“ erste Pflegetipps vermittelt werden. „Hier schulen die beiden zentralen Praxisanleiterinnen und ich Grundlagen wie die Handdesinfektion, Lagerung und Transfer sowie das korrekte Wäschewaschen.“ Vor allem aber wird die besondere Humanas-Philosophie in den Mittelpunkt gerückt. Zu dieser gehört beispielsweise das Thema Alltagsbegleitung. Denn bei Humanas geht es darum, dass Bewohnerinnen und Bewohner trotz Einschränkungen im Erhalt eigener Fähigkeiten unterstütz und gefördert werden – für einen möglichst eigenständigen Alltag in einem Umfeld, in dem sie sich wie Zuhause fühlen.
von Bianca Oldekamp-Kurth | 12. März 2025
Digitale Unterstützung unter anderem bei der Beschäftigung gibt es seit geraumer Zeit im Magdeburger Humanas-Wohnpark in der Hans-Grade-Straße. Ein sogenannter Care Table, den man auch als Pflegetablet bezeichnen kann, ist Ende vergangenen Jahres in den Wohnpark gezogen. Seither wird das Pflegetablet sowohl vom Wohnparkteam beispielsweise für Beschäftigungen aber auch von der Bewohnerschaft zur Freizeitgestaltung auf eigene Faust genutzt.
Wer bei Tablet jetzt allerdings an einen Gegenstand mit einem Ausmaß von maximal einer A4-Seite denkt, der täuscht sich gewaltig. Denn das Pflegetablet einer Firma aus Dessau-Roßlau hat vielmehr die Ausmaße eines Tisches, ist dabei aber viel flexibler als ein klassischer Tisch auf den man für die Anforderungen älterer Nutzender ein viel zu kleines Tablet legen würde. So kann der große Care Table dank seiner Rollen im ganzen Wohnpark umhergeschoben und der Monitor als Spieltisch von bis zu vier Personen genutzt oder als Tafel für größere Gruppen ausgerichtet werden.
Abwechslung in der Beschäftigung bei Humanas mit Pflegetablet
Ausgerichtet als Tafel nutzt unter anderem Humanas-Pflegekraft Heike Krause das Pflegetablet regelmäßig für die Beschäftigung während der Tagespflege. Für diese bietet das Tablet viele unterschiedliche Möglichkeiten. „Vom Geld zählen und der sich anschließenden Entscheidung, auf welcher Seite des Bildschirms mehr Geld liegt bis hin zum Erraten von Tierstimmen sind ganz viele verschiedene Möglichkeiten der sinnvollen Beschäftigung dabei“, berichtet Heike Krause.

Nutzen das Pflegetablet gern für die Beschäftigung während der Tagespflege im Humanas-Wohnpark in der Hans-Grade-Straße (v.l.): Präsenzkraft Christin Zick, Nicole Thurau als stellvertretende Pflegedienstleitung für die Tagespflege und Pflegekraft Heike Krause. Foto: Bianca Oldekamp/Humanas
„Wir nutzen unser Pflegetablet aber auch für die Biographiearbeit in Form von Erinnerungsreisen zur Anregung des Denkvermögens“, erklärt Anja Günther, Pflegedienstleiterin des Humanas-Wohnparks in der Hans-Grade-Straße, und ergänzt: „Die Bewohnerschaft nutzt das Pflegetablet auch von sich aus – beispielsweise für Gesellschaftsspiele die da digital gespielt werden können. Das ist übrigens auch gegen den Computer möglich, wenn niemand anderes Lust hat mitzuspielen.“
Pflegetablet kommt bei Humanas gut an
Den Umgang mit der Technik hatte die Bewohnerschaft schnell raus. Beispielsweise Christel Hinzenstern nutzt das Pflegetablet mit ihren 94 Jahren gern. Praktisch für die Rollstuhlfahrerin: Um am Care Table sitzen zu können, wird das Pflegetablet per Knopfdruck elektrisch lediglich auf die richtige Höhe eingestellt und schon passt sie mit ihrem Rollstuhl perfekt darunter – ganz ohne auf einen Stuhl umplatziert werden zu müssen. „Schummeln ist hier aber nicht“, erklärt die 94-Jährige während einer Partie „Dame“ und einer Runde „Mensch ärgere dich nicht“ gegen Tagesbetreuungsgast Ramona Wolfert. Die 60-Jährige wohnt im Kiez und nutzt das Tagespflegeangebot des Wohnparks drei Mal pro Woche. Schließlich ist die Tagespflege auch für Ortsansässige außerhalb des Wohnparks offen.

Beobachtet von Pflegedienstleiterin Anja Günther (m.) und anderen Gästen der Tagespflege im Humanas-Wohnpark in der Hans-Grade-Straße spielen Bewohnerinnen Christel Hintzenstern (l.) und Tagespflegegast Ramona Wolfert eine Partie Dame auf dem Pflegetablet. Foto: Bianca Oldekamp/Humanas
Die Apps auf dem Pflegetablet wurden spezielle für die Altenhilfe entwickelt und eignen sich nicht nur für Gruppenangebote, sondern auch für Einzelbeschäftigungen – um beispielsweise zurückgezogene Bewohner zu aktivieren. Zudem sind Videotelefonate in Lebensgröße, Erinnerungs- und Städtereisen, kognitive und motorische Beschäftigung und das Lesen der Tageszeitung möglich.
Die Kosten für ein solches Pflegetablet liegen bei mehreren Tausend Euro. Mithilfe einer Förderung hat Humanas als familiengeführtes Pflegeunternehmen aus dem Landkreis Börde das Pflegetablet nach einer vorherigen Testphase im Wohnpark für den Standort Hans-Grade-Straße angeschafft. „Sowohl beim Team als auch bei der Bewohnerschaft in unserem Wohnpark in der Hans-Grade-Straße kam das Pflegetablet schon in der Testphase so gut an, dass sich die Anschaffung hier gelohnt hat“, findet Humanas-Geschäftsführer Fabian Biastoch.
Humanas als Alternative zum klassischen Pflegeheim
Der Magdeburger Humanas-Wohnpark in der Hans-Grade-Straße verfügt in der „Wabe“, dem Kernstück eines jeden Humanas-Wohnparks, über 28 Einzimmerappartements in vier Wohnbereichen. Einige dieser Appartements sind zurzeit frei. Zudem gibt es bei Humanas in der Hans-Grade-Straße 32 Zweizimmerwohnung in drei Reihenhäusern. Alle Appartements und Wohnungen sind barrierefrei und verfügen jeweils über ein eigenes Bad und eine eigene Terrasse.
Und so können Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnparks auch wenn sie auf Hilfe angewiesen sind, glücklich und selbstbestimmt in ihrer Heimat leben. Die hybride Wohnform bietet ihnen mehr als stationäre Pflegeheime und dies, mit niedrigeren Eigenanteilen. Auch wenn es sich bei Humanas-Wohnparks nicht um klassische Pflegeheime handelt, ist eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch die Kombination aus Wohnen, ambulanter Pflege und Tagespflege möglich. Den ambulanten Dienst und die Tagespflege von Humanas können nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner nutzen, sondern auch Ortsansässige außerhalb des Wohnparks wie beispielsweise Ramona Wolfert es tut.