von Jennifer Lorbeer | 17. September 2026
Bei Humanas beginnt die Ausbildung nicht allein. Mit den bewährten Buddy-Patenschaften erhalten die Auszubildenden eine feste Ansprechperson aus ihrem Wohnpark-Team. Die Buddys begleiten die Nachwuchskräfte im Arbeitsalltag, unterstützen bei Fragen und erleichtern die Orientierung vor allem während der ersten Monate.
Die Patenschaften sollen Sicherheit geben, den Austausch fördern und den Einstieg in die Ausbildung erleichtern. Gleichzeitig können die Buddys eigene Erfahrungen weitergeben und die Auszubildenden auf ihrem Weg begleiten.
Unterstützung in den Wohnparks
Wie das in der Praxis aussieht, zeigen die ersten Teams in den Wohnparks. Im Wohnpark Ulnerstraße in Magdeburg begleitet Melanie Nachreiner die neue Pflegehilfe-Auszubildende Kiara-Lynn Flörcke. „Ich habe durchweg positive Erfahrung mit meinem Buddy gesammelt”, erinnert sich Melanie Nachreiner, die ihre Ausbildung zur Pflegehelferin kürzlich abgeschlossen hat. „Und ich freue mich umso mehr, diese Erfahrungen nun weitergeben zu dürfen.“

Die Auszubildende Kiara-Lynn Flörcke (l.) und ihre Patin Melanie Nachreiner im Wohnpark Ulnerstraße in Magdeburg. Foto: Humanas
Im Wohnpark Wolmirstedt stehen Bettina Elsner und die Auszubildende Anna Nicole Kaesler als Team zusammen. Und im Wohnpark Heyrothsberge sind gleich mehrere Buddy-Patenschaften gestartet: Kristin Weiß begleitet Danny Kunzi, während Thomas Kluge dem Auszubildenden Shone Varghese zur Seite steht. Gemeinsam mit Praxisanleiterin Sandra Oberwinter unterstützen sie die Nachwuchskräfte beim Einstieg in den Ausbildungsalltag.

Neu-Azubi Shone Varghese (M.) wir werden seiner Ausbildung im Wohnpark Heyrothsberge von Buddy Thomas Kluge und Praxisanleiterin Sandra Oberwinter begleitet. Foto: Humanas

Azubi Anna Nicole Kaesler (l.) und ihre Buddy-Patin Bettina Elsner im Wohnpark Wolmirstedt freuen sich auf die gemeinsame Zeit. Foto: Humanas
Im Wohnpark Grieben bilden die neue Pflegehilfe-Auszubildende Diana Mittendorf, die am 1. September gestartet ist, und Kathleen Elfert ein weiteres Azubi-Team.

Diana Mittendorf (l.) und ihre Buddy-Patin Kathleen Elfert im Wohnpark Grieben. Foto: Humanas
Miteinander lernen und wachsen
Die Buddy-Patenschaften sind Teil des Humanas-Ausbildungskonzeptes und ergänzen die strukturierte Einarbeitung in den Wohnparks. Ziel ist es, Auszubildenden von Anfang an ein unterstützendes Umfeld zu bieten, in dem sie ankommen, lernen und sich entwickeln können.
Denn ein guter Start gelingt oft am besten, wenn jemand an der Seite steht.
von Bianca Oldekamp-Kurth | 28. Juli 2025
Am 1. August ist es offiziell soweit: Das Pflegeunternehmen Humanas startet in ein neues Ausbildungsjahr. 22 Frauen und Männer beginnen in diesem Jahr ihre Ausbildung bei Humanas – darunter auch zwei junge Frauen aus Indonesien und so manch Azubi, die beziehungsweise der bereits in einem der 23 Wohnparks tätig ist.
Raisa Hakim ist 32 Jahre alt und lebte zuletzt in der indonesischen Hauptstadt Jakata. Geboren in der Hafenstadt Padang auf Sumatra hat sie ihr Architekturstudium in die Millionen-Metropole verschlagen. Schon bald startet für Raisa aber die Ausbildung zur Pflegefachkraft im Humanas-Wohnpark Hans-Grade-Straße in Magdeburg. Auch die 25-jährige Ni Wayan Jessica Pratiwi stammt aus Indonesien, genauer gesagt von der Insel Bali, hat dort Veterinärmedizin studiert. Für ihre dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft im Magdeburg Humanas-Wohnpark in der Ulnerstraße kehren sie und Raisa Hakim ihrer Heimat Indonesien den Rücken. Denn beide eint der Wunsch mit älteren Menschen sinnstiftend zu arbeiten. Und diesen können sich die beiden Frauen jetzt durch die Ausbildung und als Teil der Zukunft des Pflegewesens in Deutschland bei Humanas erfüllen.
Dass das Pflegewesen in Deutschland auf viel Nachwuchs angewiesen ist, zeigen unterschiedliche Erhebungen immer wieder. Und so wundert es nicht, dass im August 2025 stolze 52 Auszubildende bei Humanas tätig sind. Das sind immerhin knapp zehn Prozent der Gesamtmitarbeitendenzahl in den 23 Wohnparks.
Auszubildende im Wohnpark Brehna stammen aus Marokko
„Die beiden jungen Frauen aus Indonesien freuen sich auf jeden Fall auf ihre Ausbildung bei Humanas“, weiß Jenifer Diedrich, die als Weiterbildungsreferentin bei Humanas auch für die Auszubildenden des Pflegeunternehmens zuständig ist.
Mit Auszubildenden aus dem nicht-europäischen Ausland sammelt das Pflegeunternehmen mit Verwaltungssitz in Colbitz (Landkreis Börde) indes bereits Erfahrungen. Im vergangenen Ausbildungsjahr haben Houda Chabli und Youssef El Iysaouy aus Marokko ihre dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft im Humanas-Wohnpark Brehna (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) begonnen. „In Marokko gibt es gar keine professionelle Altenpflege und somit auch keine Ausbildung in diesem Bereich. Deshalb sind wir nach Deutschland gekommen“, sind sich die 28-jährige und ihr 25-jährige Kollege einig. Wie auch die beiden Frauen aus Indonesien mussten Houda Chabli und Youssef El Iysaouy gewisse Deutschkenntnisse als Voraussetzung für einen Ausbildungsplatz bei Humanas nachweisen. Sprachliche gebe es für die beiden Marokkaner aber dennoch manche Hürde. Doch davon lassen sich Houda Chabli und Youssef El Iysaouy nicht entmutigen und drücken nicht nur den beiden Auszubildenden aus Indonesien die Daumen für einen schönen Ausbildungsstart, sondern auch den 19 anderen neuen Azubis.

Im Humanas-Wohnpark Brehna (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) absolvieren Houda Chabli (r.) und Youssef El Iysaouy (l.) aus Marokko ihre dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft. Mit Bewohnerin Erika Daubner haben die beiden stets viel Spaß – insbesondere bei alltäglichen Dingen wie dem Zeitungslesen. Den neuen Humanas-Azubis drücken die beiden für deren Ausbildungsstart die Daumen. Foto: Bianca Oldekamp/Humanas
So starten die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft sechs weitere Personen, darunter mit den beiden Indonesierinnen fünf Erstauszubildende und drei Azubis, die bereits vor Start ihrer Ausbildung bei Humanas tätig waren. Eine von ihnen ist Britt Schubert-Hauptmann. Die 49-Jährige arbeitet seit einiger Zeit als Pflege- und Betreuungskraft im Wohnparks Heyrothsberge. „Die Ausbildung zur Pflegefachkraft wollte ich eigentlich schon immer machen und habe mit Humanas endlich einen Arbeitgeber gefunden, der mich in meinem Wunsch fördert“, erklärt Britt Schubert-Hauptmann.
Humanas-Mitarbeitende starten Ausbildung
In die einjährige Pflegehilfeausbildung, die Humanas mit Bildungs- oder Ausbildungspartnern für den theoretischen Unterricht anbietet, starten indes 14 Azubis – zehn von ihnen sind bereits bei Humanas tätig. „Bisher waren sie zumeist als ungelernte Pflege- und Betreuungskräfte beziehungsweise mit der 40 Stunden umfassenden Weiterbildung für den Behandlungspflegeschein in verschiedenen Humanas-Wohnparks tätig,“, erklärt Jenifer Diedrich und ergänzt: „Jetzt wollen sie ihre Kenntnisse erweitern, Vitalwerte einordnen und Bewohnende korrekt mobilisieren können und letztlich einen staatlich anerkannten Abschluss im Pflegebereich in der Tasche haben.“
Übrigens: Der älteste Azubi, der jetzt seine Ausbildung bei Humanas startet, ist mit 57 Jahren Torsten Müller. Im Wohnpark Ballenstedt wird er als Auszubildender der Pflegehilfe innerhalb eines Jahres 850 Praxisstunden bei Humanas und 700 Theoriestunden bei einem Ausbildungs-Partner absolvieren.
Ausbildung bei Humanas startet mit Kick-Off
Für die neuen Auszubildenden steht am 4. August zunächst der sogenannte Azubi-Kick-Off als Kennenlerntag an. Kurze Zeit später folgt dann ein zweitägiges Azubi-Crew-Camp unter dem Motto „Deine Zukunft beginnt hier“. „Liebevoll nennen wir dieses Camp auch Bootcamp“, verrät Jenifer Diedrich und erklärt, dass bei diesem „Bootcamp“ erste Pflegetipps vermittelt werden. „Hier schulen die beiden zentralen Praxisanleiterinnen und ich Grundlagen wie die Handdesinfektion, Lagerung und Transfer sowie das korrekte Wäschewaschen.“ Vor allem aber wird die besondere Humanas-Philosophie in den Mittelpunkt gerückt. Zu dieser gehört beispielsweise das Thema Alltagsbegleitung. Denn bei Humanas geht es darum, dass Bewohnerinnen und Bewohner trotz Einschränkungen im Erhalt eigener Fähigkeiten unterstütz und gefördert werden – für einen möglichst eigenständigen Alltag in einem Umfeld, in dem sie sich wie Zuhause fühlen.
von Alexandra Borchert | 27. Februar 2025
In einem zweitägigen Grundkurs bereiten Josephien Hahn, zentrale Praxisanleiterin bei Humanas, und Jenifer Diedrich, Expertin für Aus- und Weiterbildung, die neuen Auszubildenden auf den Start mit den Bewohnerinnen und Bewohnern in unseren Wohnparks vor.
Der Übergang von der Schulzeit ins Berufsleben ist ein großer Schritt – gerade beim Schritt in ein so verantwortungsvolles Berufsfeld wie die Pflege von älteren Menschen. Um unseren neuen Auszubildenden den Einstieg zu erleichtern, gibt es seit dem Sommer 2024 einen zweitägigen Workshop für die Nachwuchs-Pflegeprofis. Bei diesem lernen die Azubis alles, was sie in unseren Wohnparks erwartet, sodass sie zukünftig gemeinsam mit unseren Teams den Humanas-Alltag rocken.
Selbstvertrauen für Ausbildung mitgeben
„Unser Ziel ist es, den Humanas-Nachwuchs nicht nur fachlich, sondern auch persönlich zu stärken, damit die Auszubildenden mit Selbstvertrauen und Begeisterung in ihre Ausbildung starten können“, sagt Josephien Hahn, die seit Februar 2018 der Humanas-Familie angehört. Praktische Übungen und der gemeinsame Austausch stehen im Vordergrund. Themen wie Teamarbeit, die Kommunikation mit der Bewohnerschaft sowie ein erster Einblick in pflegerische Abläufe in unserem Wohnpark in Colbitz werden praxisnah vermittelt.
Um die Azubis für „trockene“ Themen wie Hygienestandards, Desinfektion, Rasur-Routine oder sicheren Transfer und richtige Lagerung zu begeistern, erfordert es Kreativität. Experimente mit fluoreszierendem Licht nach dem Händewaschen oder Selbsttests sowie das Erstellen kurzer Videos für Social Media begeistern die neuen Kolleginnen und Kollegen. Humor lockert die meisten Themen auf. So gibt es auch ein „Missgeschicke-Quiz“, bei dem falsche Lagerung oder Hygienefehler zu lustigen, aber lehrreichen Geschichten führen. Bei einem interaktiven Wettbewerb können die Azubis in kleinen Teams erstmals gemeinsam Aufgaben des Humanas-Alltags angehen.
Trockene Themen spannend aufbereitet
„Durch eine Kombination aus Unterhaltung, praktischen Erfahrungen und einem klaren Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen werden selbst vermeintlich trockene Themen zu spannenden Lerninhalten“, erklärt Jenifer Diedrich, die Humanas in Personalfragen bereits seit Juli 2017 unterstützt. „Intern nennen wir diesen Workshop ‚Bootcamp‘ für unsere Azubis“, sagt Praxisanleitung Josephien und lacht. „Aber Alltägliches mit Spannung und Kreativität gemeinsam vermittelt, legt vielleicht den Grundstein für eine erfolgreiche und erfüllende Laufbahn in der Pflege.“
von Alica Warsawski | 23. Juni 2024
Gemeinsames Lernen am Azubi-Tag: Eine Alterssimulation, ein Demenz-Workshop und ein Wissenstest haben im Mittelpunkt des Azubi-Tags bei Humanas gestanden. Vor allem der Altersanzug war bei den jungen Menschen beliebt.
Wie fühlt sich das Alter an?
Wie beweglich ist man noch und wie schwer fällt einem vielleicht das Atmen oder Sehen? Diese Fragen konnten die Auszubildenden von Humanas hautnah erleben. Mit einer Alterssimulation von EvacTrain war dies möglich. Das Unternehmen von Andrea Klippel und Paul Geoerg entstand aus einem Forschungsprojekt zur Verbesserung der Partizipation von Menschen mit Beeinträchtigungen bei Evakuierungen. Dadurch entstand die Zusammenarbeit mit Humanas, um die Einschränkungen auch im Alter zu simulieren. „Es geht weniger um eine möglichst exakte, detailgetreue Reproduktion einer Einschränkung, sondern um die damit einhergehenden Konsequenzen für bestimmte Handlungen“, erläuterte Geoerg: „Es ist nicht entscheidend, ob man bei der COPD-Simulation ein Gefühl der Künstlichkeit mit der etwas albernen Nasenklemme erzeugt, sondern es ist entscheidend zu erahnen, wie schwer einem Atmung fallen kann.“ Um dies zu erahnen, sind die Auszubildenden mit der Nasenklemme im Raum umher gerannt.

Alterssimulation von EvacTrain. Foto: Humanas
Weiterhin haben die beiden Wissenschaftler eine Tremor-Simulation mitgebracht. Damit haben die Azubis erleben können, wie es sich beispielsweise anfühlt, mit zitternden Händen ein Glas Wasser einzugießen. Diese Erfahrungen schärfen das Verständnis und die Empathie für die Bedürfnisse älterer Menschen, was eine essenzielle Eigenschaft in der Pflege ist.
Demenz-Workshop mit der Pflegedienstleitung aus Schönebeck
Sandra Wulf konzentrierte sich in ihrem Workshop auf das Thema Demenz. Sie nahm die Schülerinnen und Schüler mit ihren Alltag als Pflegedienstleiterin in Schönebeck. Dort betreibt Humanas seit mehr als fünf Jahren das frühere Demenzzentrum „Anker“. Ziel war es, den Auszubildenden ein tieferes Verständnis für das Verhalten und die Bedürfnisse demenzerkrankter Menschen zu vermitteln. „Es ist uns ein großes Anliegen, unseren Azubis nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch ein tieferes Verständnis und Mitgefühl zu vermitteln“, erklärte Jenifer Diedrich, Expertin für Aus- und Weiterbildung bei Humanas.

Demenz-Workshop mit der Pflegedienstleitung Sandra Wulf. Foto: Humanas
Pflege Wissensquiz und Spiel
Neben dem Erfühlen des Alters und dem Fokus auf Demenz sorgte ein Activity-Seifenblasen Quiz rund um die Pflege für Abwechselung und stärkte zugleich den Teamgeist der rund 30 Auszubildenden.